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Im Interview mit... Cemregül Alhas

 Die Vielfalt der Engagierten ist eine Besonderheit und eine Stärke des einewelt haus. Menschen verschiedenster Herkunft und Kultur arbeiten hier zusammen. Neben hautamtlichen und ehrenamtlichen Menschen sind es auch die Freiwilligen die dem einewelt haus und der Auslandsgesellschaft (AGSA) ihren Stempel aufdrücken. Hier im Deine-Welt-Blog stellen wir regelmäßig diese Menschen vor. 

Im Interview ist Gabriel Rücker dieses Mal mit Cemregül Alhas. Sie ist europäische Freiwillige bei der AGSA. Sie erzählt von ihren Aufgaben im einewelt haus und ihrer Motivation ihre Heimat für einen Freiwilligendienst in Magdeburg zu verlassen.

 

Hallo Cemregül, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Möchtest du dich zum Anfang erstmal kurz vorstellen?

Mein Name ist Cemre und ich bin 20 Jahre alt. Ich komme aus Izmir in der Türkei. Außerdem studiere ich Internationale Handeln an der Dokuz Eylul Universität. Jetzt bin ich ein Europäische Freiwillige bei AGSA und arbeite in der Öffentlichkeitsarbeit. Ich bin froh, ein Teil von AGSA zu sein. 

 

Warum hast du dich für einen Internationalen Freiwilligendienst entschieden?

Meine Entscheidung, einen internationalen Freiwilligendienst zu absolvieren, resultiert aus meiner stetigen Neugier, neue Kulturen kennenzulernen und in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. Obwohl ich bereits im zweiten Studienjahr bin, habe ich mich bewusst gegen den in meinem Land üblichen Weg über Gymnasium und Universität entschieden. Mein Ziel ist es, meinen Horizont durch neue Erfahrungen und das Kennenlernen verschiedener Kulturen zu erweitern. Darüber hinaus strebe ich an, meine Deutschkenntnisse zu verbessern und weitere Erfahrungen zu sammeln. Ich empfinde diese Möglichkeit als sehr wertvoll und würde sie jedem jungen Menschen wärmstens empfehlen.

 

Wieso hast du dich für die AGSA entschieden und was findest du besonders an ihr?

Als ich die Projekte im Detail gelesen habe, war ich beeindruckt. AGSA ist eine sehr große Organisation und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass ich Teil dieser Organisation sein möchte. Ich habe mich bei AGSA vorgestellt und das hat mich dazu gebracht, eine Verbindung aufzubauen, weil es eine große Welt in einem Eine-Welt-Haus gibt. Ich finde das großartig.

Mir gefällt das internationale Umfeld und die angenehmen Arbeitsbedingungen. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu lernen und zu erforschen. Ich finde es sehr gut, dass wir ein sehr vielfältiger Verein sind. In unserem Verein gibt es verschiedene Bereiche und wenn man seinen Freiwilligendienst bei der AGSA macht, ist das eine große Chance für einen, denn man kann viel lernen und auch selbst herausfinden, was man mag und was nicht.

 

Welche Aufgaben übernimmst du bei der AGSA?

Bei der AGSA gibt es verschiedene Organisationen. Wir organisieren verschiedene Veranstaltungen in den Bereichen Jugendprojekte, Nachhaltigkeit, Antirassismus, Diversity und das macht mir immer Spaß. Auch im Eurocamp machen wir einen Jugendaustausch und ich bin auch froh, dass zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen. Als Freiwillige bei AGSA organisieren wir zweimal im Monat „Sprachcafés“. Ich engagiere mich in der Öffentlichkeitsarbeit und das gefällt mir am besten. Hier kann man alle Phasen sehen, wie man ein Projekt, einen Workshop oder eine Veranstaltung organisiert. Im Moment bin ich für die Ausstellung Stolpersteine zuständig. Wir haben ein Interview mit Peter Wetzel geführt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ein Projekt zu gestalten und meine Ideen einzubringen. Auch die Projektleitung hat mir gefallen, so dass ich das sehr gerne gemacht habe, und in Zukunft möchte ich mich auch weiterhin im Projektmanagement und in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren.

 

Du kommst ursprünglich aus der Türkei, wie erlebst du die unterschiedlichen kulturellen Bedingungen hier in Magdeburg?

Ich finde es schön, andere Kulturen kennenzulernen und gemeinsam Traditionen zu erleben. Das verbindet uns. Ich war auf dem Weihnachtsmarkt, bei einem ukrainischen Konzert und habe beeindruckende Kirchen besichtigt. Es ist wirklich toll, in einem so vielfältigen und interkulturellen Umfeld zu leben.

 

Was gefällt dir an der Region?

Die Spaziergänge an der Elbe und die beeindruckende Grüne Zitadelle haben einen besonderen Platz in meinem Herzen. Außerdem finde ich die imposante Dom Kathedrale ist für mich ein faszinierendes architektonisches Highlight.

 

Was ist für dein freiwilliges Jahr hier in Deutschland noch geplant?

Mein Freiwilligendienst hier in Deutschland verläuft sehr gut und ich habe bereits viele positive Erfahrungen gesammelt. Während meines Europäischen Freiwilligendienstes möchte ich meine Deutschkenntnisse verbessern, an verschiedenen Projekten teilnehmen und mich sozial engagieren. Mir sind die persönliche Entwicklung und die Verbesserung meiner Fähigkeiten sehr wichtig. Ich habe gemerkt, dass ich mich gerne ehrenamtlich sozial engagiere und möchte dies auch ehrenamtlich für die Gesellschaft tun.

 

Abschließend noch eine Frage, welche Wünsche hast du für die Zukunft?

Ich möchte meine Deutschkenntnisse verbessern und meine Fähigkeiten weiterentwickeln. Außerdem hoffe ich, dass wir als Gesellschaft besser verstehen, dass wir mit verschiedenen Farben schöner sind. Derzeit denke ich darüber nach, hier in Magdeburg zu studieren oder praktische Erfahrungen durch eine Ausbildung zu sammeln, weil ich praktisches Lernen schätze und denke, dass es meinem Typ entspricht. Mein Ziel ist es, sowohl akademisches Wissen zu erwerben als auch praktische Fähigkeiten zu entwickeln. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz möchte ich nicht nur meine beruflichen Qualifikationen verbessern, sondern auch einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Diese Überlegungen geben mir die Möglichkeit, meine Optionen zu erkunden und herauszufinden, welcher Weg am besten zu meinen Interessen und Zielen passt.

 

Vielen Dank für deine Antworten, wir wünschen dir für dein freiwilliges Jahr viel Erfolg und vor allem eine schöne Zeit. 


Redaktion

 

Gabriel Rücker

Projektassistenz

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