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Im Interview mit ... Salome Lobzhanidze

Im Rahmen der Rubrik „Im Interview mit …“ auf dem Deine-Welt-Blog stellen wir Menschen vor, die mit ihren Erfahrungen, Perspektiven und ihrem Engagement die internationale Arbeit der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) prägen.

 

Die AGSA ist Trägerin des Europäischen Solidaritätskorps und ermöglicht jedes Jahr rund 20 jungen Menschen, einen Freiwilligendienst in Magdeburg zu leisten. Einsatzorte sind neben der AGSA auch der Offene Kanal Magdeburg e.V., Meridian e.V., das Bildungsnetzwerk Magdeburg gGmbH sowie der KHJ „Fuchsbau“ des Internationalen Bundes. Unter dem Motto „Freiwillig in Magdeburg – Aktiv für Europa“ sammeln die Teilnehmenden wertvolle praktische Erfahrungen, bringen sich in soziale, kulturelle und bildungsbezogene Projekte ein und stärken dabei ihre persönlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenzen.

 

Gleichzeitig berät die AGSA auch junge Menschen aus Sachsen-Anhalt zwischen 18 und 30 Jahren, die selbst einen Freiwilligendienst in einem anderen europäischen Land absolvieren möchten.

 

Heute sprechen wir mit Salome Lobzhanidze, die ihren Freiwilligendienst bei der AGSA erfolgreich abgeschlossen hat und nun in neuer Funktion bleibt. Im Interview erzählt sie von ihrem Weg nach Magdeburg, ihren Erfahrungen im Europäischen Solidaritätskorps und davon, warum sie sich entschieden hat, ihre Arbeit bei der AGSA fortzusetzen.

 

Mehr Informationen zum Programm gibt es unter: freiwilligendienst-in-europa.de

 

Hallo Salome, stell dich doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Salome, ich komme aus Tiflis in Georgien und lebe seit einiger Zeit in Magdeburg. Ich habe eine große Leidenschaft für Kultur, Musik und internationale Jugendarbeit. Ich bin gern kreativ, lerne gern neue Menschen kennen und engagiere mich besonders gern in Projekten, die Menschen fördern, zusammenbringen und verbinden.

 

Du hast vor kurzem deinen Freiwilligendienst beendet und bleibst trotzdem bei uns. Warum hast du dich dafür entschieden?

Ich war selbst Freiwillige und habe gemerkt, dass die Koordination von Freiwilligen für mich eine sinnvolle Weiterentwicklung meiner bisherigen Erfahrungen ist. Besonders spannend finde ich, dass ich weiterhin mit jungen Menschen in einem internationalen Umfeld arbeiten kann und mich mit Themen beschäftige, die mich wirklich interessieren – wie Kultur, Austausch und die Unterstützung anderer Freiwilliger.

 

Außerdem passen die Projekte der AGSA auch ideologisch sehr gut zu mir, weil sie Werte wie Offenheit, interkulturellen Dialog und soziales Engagement fördern, mit denen ich mich stark identifiziere. Da ich Internationale Beziehungen studiert habe, passt diese Position auch fachlich sehr gut zu mir.

 

Wie fühlst du dich in Magdeburg und welche Pläne hast du für die Zukunft?

Magdeburg ist eher eine kleine Stadt. Wenn man – so wie ich – aus einer Hauptstadt und einer dynamischen Umgebung kommt, fühlt sich das am Anfang natürlich erst einmal anders an. Inzwischen kann ich aber sagen, dass ich es hier sehr genieße.

 

Magdeburg hat viel zu bieten – man muss nur erst einmal die kleinen Communities entdecken, die sich oft ehrenamtlich engagieren und tolle Projekte für die Stadt organisieren. Ich fühle mich hier willkommen, und vieles ist mit Kultur, Kunst, sozialem Engagement und Austausch verbunden. Dadurch habe ich nach und nach das Gefühl entwickelt, dass ich mich hier zuhause fühle.

 

Auch durch die AGSA und ihre vielen Projekte habe ich tolle Menschen kennengelernt und Freundschaften aufgebaut. Für die Zukunft wünsche ich mir noch mehr Aktivitäten – und wenn ich selbst daran mitwirken kann, umso besser.

 

Meine Pläne sind eng damit verbunden: Ich möchte mich weiterhin sozial engagieren, eigene Projektideen einbringen und umsetzen – gern über die AGSA oder andere Organisationen, mit denen ich mich identifizieren kann. Außerdem möchte ich wieder mehr Musik machen und kreativ aktiv sein. Jetzt hoffe ich nur noch, dass Zeit und Ressourcen dafür reichen.

 

Erzähl uns von deinem Freiwilligendienst bei der AGSA.

Während meines Freiwilligendienstes war ich vor allem an zwei großen Projekten beteiligt: Eurocamp und Europa geht weiter.

 

Beim Eurocamp habe ich mit internationalen Jugendlichen gearbeitet, Aktivitäten organisiert und den interkulturellen Austausch begleitet. Das war eine sehr intensive und lebendige Erfahrung, bei der ich viel über Gruppenarbeit, Kommunikation und Organisation gelernt habe.

 

Im Projekt „Europa geht weiter“ lag der Fokus stärker auf der politischen Bildung von Jugendlichen. Hier war ich intensiver in die inhaltliche und organisatorische Arbeit eingebunden, habe Veranstaltungen unterstützt und auch im Bereich Social Media mitgewirkt.

 

Beide Projekte haben mir die Möglichkeit gegeben, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen.

 

Wie war der Freiwilligendienst insgesamt für dich?

Der Freiwilligendienst war ein großer Fortschritt in meinem Leben – sowohl persönlich als auch beruflich.

Persönlich und interkulturell bin ich sehr gewachsen. Ich habe in einer neuen und anfangs völlig unbekannten Umgebung meinen Alltag aufgebaut und Menschen kennengelernt, die mein Leben nachhaltig geprägt haben.

Auch beruflich war es eine sehr wichtige Erfahrung für mich. Danach habe ich sogar die Möglichkeit bekommen, bei der AGSA weiterzuarbeiten. Das ist für mich wirklich das beste Szenario, das ich mir vorstellen konnte.

Was hat dir besonders gefallen und was hat dich überrascht?

 

Besonders gefallen hat mir die Umgebung, in der ich die ganze Zeit war, die Menschen, die ich kennengelernt habe, und vor allem die Community. Die Freundschaften zwischen Freiwilligen und auch darüber hinaus waren für mich etwas ganz Besonderes – so freundlich, offen, unterstützend und ehrlich. Dadurch habe ich mich wirklich als ein glücklicher Mensch gefühlt.

 

Überrascht hat mich genau das: dass eine eher kleine Stadt, die ich vorher gar nicht so gut kannte, so viel zu bieten hat – vor allem durch die Menschen und durch das Engagement der Community.

 

Du übernimmst bei der AGSA jetzt eine neue Aufgabe. Wie ist es dazu gekommen und was wirst du machen?

Nach meinem Freiwilligendienst habe ich die Möglichkeit bekommen, bei der AGSA weiterzuarbeiten – als Koordinatorin für das Europäische Solidaritätskorps und zusätzlich in der Betreuung internationaler Projekte und Erasmus+-Aktivitäten.

 

Diese Rolle passt perfekt zu meinen Interessen in der internationalen Jugendarbeit und gibt mir die Möglichkeit, meine bisherigen Erfahrungen einzubringen und weiterzuentwickeln.

 

Worauf freust du dich bei deiner neuen Aufgabe besonders?

Ich freue mich besonders auf noch mehr Austausch und darauf, die Freiwilligen bestmöglich zu unterstützen. Ich möchte ihnen mit neuen Impulsen, Ideen und konkreter Unterstützung helfen, damit ihr Freiwilligenjahr so schön, bereichernd und produktiv wie möglich wird.

 

Danke dir für das Gespräch und wir wünschen die viel Erfolg in deiner neuen Rolle.


Redaktion Deine-Welt-Blog

Gabriel Rücker

Projektkoordinator*in

 

Telefon: +49 (0)391/ 5371-206

E-Mail:[email protected]

 

www.agsa.de

Kontakt European Solidarity Corps

Salome Lobzhanidze

Projektkoordination

 

Telefon:+49 (0) 391 5371-220

E-Mail: [email protected]


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