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„Strukturen statt Einmal-Impulse: Im Interview mit...Gavin Theren zum neuen RINWA-Projekt

Foto: Gavin Theren beim Integrationsstammtisch für Magdeburger Unternehmen in der Ausländerbehörde 2024 (noch im Rahmen des Projektes DiAA)
Foto: Gavin Theren beim Integrationsstammtisch für Magdeburger Unternehmen in der Ausländerbehörde 2024 (noch im Rahmen des Projektes DiAA)

Die Fachkräftesicherung in Sachsen-Anhalt braucht mehr als nur gute Worte – sie braucht gelebte Willkommenskultur und diskriminierungsfreie Strukturen. Im Rahmen des Projektes RINWA unterstützt die AGSA Unternehmen und Berufsschulen dabei, Vielfalt als echte Chance im Arbeitsalltag zu verankern. Im Interview erklärt Gavin Theren, wie er und sein Team bei der AGSA durch das starke IQ-Netzwerk und innovative Ansätze nachhaltige Veränderungen für internationale Fachkräfte schaffen.

 

Beschreibe das Projekt, welche Ziele hat es?

 

„RINWA steht für Regionales Integrationsnetzwerk für Willkommens- und Anerkennungskultur für internationale Arbeitskräfte. Wir unterstützen Unternehmen und Berufsschulen in der Region Magdeburg und dem Umland dabei, diskriminierungssensible Arbeits- und Lernumfelder zu schaffen. Das geschieht durch Schulungen zu Antidiskriminierung, individuelle Prozessbegleitung und die Vernetzung mit Partnern wie Kammern und Arbeitsagenturen. Unser Ziel ist es, nachhaltige Strukturen in den Organisationen zu etablieren, die über das Projektende hinaus Bestand haben.“

  

Stelle dein Team vor.

 

„Wir sind ein eingespieltes Team mit langjähriger Erfahrung. Die meisten von uns haben bereits im Vorgängerprojekt DiAA – Demokratie in Arbeit und Ausbildung – zusammengearbeitet. Diese Kontinuität ist ein echter Vorteil: Wir kennen die Herausforderungen vor Ort, verfügen über bestehende regionale Netzwerke und wissen aus der Praxis, welche Ansätze wirklich funktionieren.“

  

Das IQ-Netzwerk ist groß, erzähle davon.

 

„Das IQ-Netzwerk (Integration durch Qualifizierung) ist das größte arbeitsmarktpolitische Integrationsprogramm der Bundesregierung und seit 2005 bundesweit aktiv. Ziel ist es, ausländische Berufsabschlüsse in qualifizierte Beschäftigung zu überführen. In Sachsen-Anhalt koordiniert der Caritasverband das Landesnetzwerk. Für KMU und Berufsschulen ist besonders das Portal fachkraefte.jetzt relevant, das Angebote von der Anerkennungsberatung bis zu interkulturellen Schulungen bündelt. Wir bei der AGSA sind seit 2026 wieder Teil dieses starken Kompetenzsystems.“

 

Die AGSA hatte in der Vergangenheit schon ähnliche Projekte, erzähle davon.

 

„Die AGSA war bereits von 2015 bis 2022 als Servicestelle für Diversity im IQ-Netzwerk aktiv. Nach einer Pause, in der wir mit Projekten wie DiAA neue Methoden und Ansätze erprobt haben, starten wir nun mit erweitertem Fokus: Neben KMU gehören jetzt auch Berufsschulen fest zu unserer Zielgruppe. Dort setzen wir vor allem auf interaktive Diversity-Planspiele, um Antidiskriminierung lebendig und praxisnah erfahrbar zu machen.“

  

Welche Herausforderungen gibt es?

 

„Wir arbeiten auf zwei Ebenen: Unternehmen im ländlichen Raum müssen sich angesichts des demografischen Wandels als attraktive Arbeitgeber für internationale Fachkräfte aufstellen und Vielfalt als Stärke begreifen. Gleichzeitig brauchen die Auszubildenden eine echte Bleibeperspektive und Wertschätzung in Sachsen-Anhalt. Wir setzen an dieser Schnittstelle an, um einen diskriminierungsfreien Berufsalltag zu fördern, der darüber entscheidet, ob Fachkräfte bleiben oder gehen.“

  

Was ist geplant und wird passieren?

 

„Geplant ist ein vielseitiges Programm: Für Unternehmen starten wir mit der IHK Magdeburg die Reihe 'Unternehmens IQ' für kollegialen Austausch und Impulse zur Personalentwicklung. Mit Berufsschulen planen wir mehrjährige Kooperationen, deren Herzstück Workshops und Planspiele für Auszubildende sind. Zusätzlich setzen wir durch die Beteiligung an Aktionstagen wie den Internationalen Wochen gegen Rassismus sichtbare Impulse für die gesamte Gesellschaft.“

  

Wie passt das Projekt zur AGSA, welche Vorteile haben wir?

 

„RINWA verbindet die 30-jährige Erfahrung der AGSA mit innovativen Methoden für Wirtschaft und Bildung. Das Projekt stärkt unsere Sichtbarkeit in der Unternehmenslandschaft und schärft unsere Expertise im Bereich diskriminierungskritisches Diversity. Zudem profitieren wir als Teil des bundesweiten IQ-Netzwerks von einem fachlichen Austausch auf höchstem Niveau, der uns stets auf dem neuesten Stand hält.“

  

Was wäre deine Vorstellung eines erfolgreichen Projektergebnisses?

 

„Ein Erfolg ist es, wenn Vielfalt in Betrieben und Schulen als gelebte Realität und Gewinn begriffen wird. Wir wollen keine einmaligen Impulse, sondern langfristige Partnerschaften und Vertrauen aufbauen. Für die Auszubildenden wünsche ich mir die Erfahrung, dass ein wertschätzender Umgang der Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft ist. Wenn wir nach drei Jahren gemeinsam mit unseren Partnern auf diese Innovationen zurückblicken, haben wir unser Ziel erreicht.“


Redaktion Deine-Welt-Blog

Manja Lorenz

 

Telefon: +49 (0)391/ 5371-207

E-Mail: [email protected]

 

www.agsa.de

Kontakt:

Gavin Theren

 

 

 

Telefon:

+49 391 5371 201

+49 176 301 53 201

 

E-Mail: [email protected]

 

Web: https://www.agsa.de/iq-netzwerk-sachsen-anhalt.html


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