Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) stärkt mit ihren internationalen Freiwilligendiensten das gesellschaftliche Engagement junger Menschen und eröffnet ihnen Einblicke in globale politische, ökologische und kulturelle Zusammenhänge. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung von Weltoffenheit, interkulturellem Austausch und verantwortungsbewusstem Handeln. Unsere Freiwillige Eman Tarek Elbassel war im Rahmen ihres Dienstes Teil des Organisationsteams der LCOY Deutschland, der größten lokalen Jugendklimakonferenz Europas. Ihr Erfahrungsbericht zeigt beispielhaft, wie junge Menschen durch die Unterstützung der AGSA an internationalen Debatten teilnehmen, sich aktiv für Nachhaltigkeit einsetzen und Impulse für die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg gewinnen.
Mein Name ist Eman Tarek Elbassel. Ich absolviere derzeit meinen Freiwilligendienst bei der AGSA und möchte meine Erfahrungen als Mitglied des Organisationsteams der größten lokalen Jugendklimakonferenz Europas, der LCOY Deutschland, teilen. Die Konferenz bringt jedes Jahr junge Menschen aus unterschiedlichen Regionen zusammen, um sich über Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Mitgestaltung globaler Entscheidungsprozesse auszutauschen. Mit über tausend Teilnehmenden und einem vielfältigen Programm aus Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und kreativen Formaten entsteht ein Raum, in dem Engagement und Wissen aus verschiedenen Kulturen zusammenkommen – ein Anspruch, den auch die AGSA in ihrer Arbeit verfolgt.
Mein Engagement begann im Juni, als ich mich entschied, während meines Freiwilligendienstes das Team der Öffentlichkeitsarbeit der Konferenz zu unterstützen. Durch meine vorherige ehrenamtliche Arbeit bei der LCOY Ägypten war es für mich besonders spannend, die Strukturen und Arbeitsweisen der LCOY in Deutschland kennenzulernen. Zu meinen Aufgaben gehörten Interviews, die fotografische und filmische Dokumentation sowie Beiträge für die Kommunikationskanäle der Konferenz. Besonders wertvoll war für mich die kollegiale, offene und internationale Zusammenarbeit. Ich hatte nie das Gefühl, „von außen“ zu kommen – im Gegenteil: Menschen aus vielen Ländern waren Teil der LCOY und trugen wesentlich zur Vielfalt der Veranstaltung bei. Diese internationale Offenheit entspricht genau dem, was ich in meiner Zeit bei der AGSA erlebe.
Die Konferenz fand an der Leuphana Universität Lüneburg statt. Für das Organisationsteam begannen Vorbereitung und Planung jedoch schon Monate vorher. Besonders beeindruckt hat mich der intensive Austausch zwischen Jugendlichen und politischen Vertreterinnen und Vertretern. Die Gespräche waren ehrlich und direkt: Es ging um aktuelle Herausforderungen der Klimapolitik, notwendige Maßnahmen und den Einfluss, den engagierte junge Menschen heute haben können.
Im Rahmen meiner Öffentlichkeitsarbeit besuchte ich verschiedene Workshops, um darüber berichten zu können. Ein Moment hat mich besonders berührt: Während eines Workshops zum Schreiben von Policy Papers stellte ich fest, dass die Referentin aus Ägypten stammt und das vorgestellte Beispielprojekt von einer deutschen Stiftung gefördert wird. Ich kenne dieses Projekt aus eigener Erfahrung – ein Teil davon wurde in Ägypten bereits umgesetzt, und einige der beteiligten Personen gehören zu meinem Freundeskreis. Dieser unerwartete Bezug zwischen beiden Ländern hat mich stolz gemacht und verdeutlichte mir, wie eng die deutsch-ägyptische Zusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeit und Bildung ist. Diese internationale Verknüpfung entspricht auch dem Leitbild der AGSA, die globale Perspektiven stärkt und Austauschprozesse ermöglicht.
Meine Teilnahme an der Konferenz steht in engem Zusammenhang mit meinem Freiwilligendienst bei der AGSA. Mein Engagement hier umfasst Themen wie Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit sowie interkulturellen und jugendpolitischen Austausch – alles Bereiche, die von der AGSA aktiv gefördert werden. Die Möglichkeit, an der LCOY Deutschland mitzuwirken, hat mein Freiwilligenjahr bereichert und mir wertvolle Einblicke in internationale Netzwerke und zivilgesellschaftliche Prozesse verschafft. Für diese Unterstützung bin ich der AGSA sehr dankbar.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich dieses Jahr bewusst nutze, um an internationalen Projekten und Konferenzen teilzunehmen. Jede dieser Erfahrungen erweitert meinen Horizont, gibt mir neue Energie und ermutigt mich, weitere Schritte zu gehen. Ich freue mich darauf, meine kommenden Erlebnisse und Entwicklungen mit euch zu teilen.
Redaktion Deine-Welt-Blog
Gabriel Rücker
Projektkoordinator*in
Telefon: +49 (0)391/ 5371-206
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Text und Bild: Eman Tarek Elbassel
