Internationale Lernmobilität als Bestandteil des ESC bei der AGSA
Internationale Lernmobilitäten sind ein zentraler Bestandteil der Arbeit der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA). Im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps (ESC) unterstützt die
AGSA ihre Freiwilligen dabei, europäische Netzwerke kennenzulernen, fachliche Kompetenzen auszubauen und aktiv an der Weiterentwicklung qualitativer Jugendprojekte mitzuwirken. Die Teilnahme an
Erasmus+-Trainingskursen stellt hierfür einen wichtigen Baustein dar.
Ein Bericht unserer ägyptischen Freiwilligen Eman Tarek Elbassel.
Mein Freiwilligendienst und die Möglichkeit zur Weiterbildung
Mein Name ist Eman Tarek Elbassel und ich absolviere derzeit meinen Freiwilligendienst bei der AGSA im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps. Während meines Engagements hatte ich die Möglichkeit, an einem Erasmus+-Training Course in Slowenien teilzunehmen. Diese Erfahrung war für mich sowohl fachlich als auch persönlich von großer Bedeutung.
Die kontinuierliche Unterstützung durch die AGSA ermöglicht es mir, an europäischen Lernformaten teilzunehmen, neue Perspektiven kennenzulernen und meine Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln. Solche Weiterbildungen sind ein wesentlicher Bestandteil meines ESC-Jahres und tragen dazu bei, meine Arbeit im Bereich der internationalen Jugendarbeit zu professionalisieren.
Das Training „Qualität in Erasmus+ Projekten“
Das Training mit dem Titel „Qualität in Erasmus+ Projekten“ fand in Brežice, Slowenien, statt. Teilnehmende aus sieben Ländern – Deutschland, Spanien, Lettland, Italien, der Türkei, Griechenland und Slowenien – arbeiteten gemeinsam an der Frage, wie Lernmobilitäten im Rahmen des Erasmus+-Programms qualitativ hochwertig, inklusiv und nachhaltig gestaltet werden können.
Ziel des Trainings war es, die Kompetenzen von Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern in den Bereichen Projektplanung, -durchführung und -evaluation zu stärken. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Inklusion und Diversität. Wir setzten uns intensiv mit der Verantwortung auseinander, Lernprozesse barrierearm zu gestalten, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und Projekte wirkungsorientiert umzusetzen. Diese Themen stehen in enger Verbindung mit den Grundsätzen der AGSA.
Methoden, Qualitätsstandards und nachhaltiger Impact
Ein zentraler methodischer Ansatz war die non-formale Bildung. Durch kreative Methoden, gruppendynamische Prozesse, partizipatives Theater und einen ökozentrischen Blick auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur wurden Nachhaltigkeit und Inklusion praxisnah vermittelt.
Besonders relevant war für mich die Auseinandersetzung mit der Frage, wie der langfristige Impact von Jugendprojekten gemessen werden kann – bei gleichzeitiger Minimierung ökologischer Belastungen. In Workshops und Gruppenarbeiten lernte ich, wie qualitativ hochwertige Projekte konzipiert, strukturiert und evaluiert werden können. Der internationale Austausch hat meinen Blick für europäische Qualitätsstandards deutlich geschärft.
Netzwerkaufbau und Perspektiven für die AGSA
Neben den fachlichen Inhalten spielte der Aufbau eines internationalen Netzwerks eine zentrale Rolle. Der interkulturelle Austausch hat mir erneut verdeutlicht, wie essenziell Kooperation und gegenseitiges Lernen in der europäischen Jugendarbeit sind.
Die Teilnahme an diesem Erasmus+-Training war ein wichtiger Bestandteil meines Freiwilligendienstes bei der AGSA. Die gewonnenen Erkenntnisse werde ich in zukünftige Projekte einbringen und damit auch die internationale Projektarbeit der AGSA weiter stärken.
