
Am 22. Oktober hatte sich eine Therapiegruppe der Universitätsklinik Magdeburg, Station PSY-3 etwas ganz Besonderes auf den Tagesplan gesetzt: Einen Besuch im einewelt haus Magdeburg.
Für alle Beteiligten ein ganz besonderes und inspirierendes Erlebnis. Ziel des Ausflugs war es, Menschen in herausfordernden Lebenssituationen neue Perspektiven aufzuzeigen – etwa durch Möglichkeiten, sich gesellschaftlich zu engagieren, an Projekten teilzunehmen oder durch Begegnungen neue Motivation zu finden.
Zu Beginn des Aufenthalts hielt Gabriel Rücker aus dem Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit eine informative und lebendige Präsentation über das einewelt haus Magdeburg, seine Geschichte, die dahinterstehenden Vereine und die Trägerorganisation, die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. Dabei wurde deutlich, dass die Arbeit weit über klassische Migrations- und Integrationsprojekte hinausgeht und durch verschiedene Institutionen – unter anderem die Europäische Union – gefördert wird. Ein besonderer Dank gilt Gabriel für seine anschauliche und engagierte Einführung.
Im Anschluss hatte Bianka Mopita, die seit 1998 im einewelt haus aktiv ist, Gelegenheit, ihre persönliche Lebensgeschichte zu erzählen – unter dem Leitgedanken:
„Menschen folgen Menschen – nicht Konzepten, Organisationen oder Projekten.“
Sie berichtete von ihrem Lebensweg, der sie von der DDR über einen Aufenthalt in der Volksrepublik Kongo bis zur Rückkehr nach Deutschland führte. Ihre Erfahrungen, ihr gesellschaftliches Engagement und ihr Weg aus persönlichen Krisen hin zu sozialer Verantwortung bewegte alle Anwesenden zutiefst.
Diese authentische und menschliche Begegnung zeigte eindrucksvoll, wie persönliche Geschichten andere inspirieren und ermutigen können, selbst aktiv zu werden. Mehrere Teilnehmende äußerten direkt im Anschluss den Wunsch, sich künftig im Eine-Welt-Haus oder in den dort ansässigen Vereinen zu engagieren.
Auch die Möglichkeit zum Austausch und Netzwerken wurde rege genutzt. Viele der Anwesenden stehen noch im Berufsleben – einige sogar im öffentlichen Dienst – und nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Ideen für gemeinsames Engagement zu entwickeln.
Der Tag im einewelt haus war somit ein voller Erfolg – informativ, bewegend und verbindend. Er zeigte, wie Begegnung, Empathie und Engagement Brücken schlagen können – zwischen Kulturen, Generationen und Lebenswegen.
Text: Francis M.
Redaktion und Bild: Gabriel Rücker
